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CSR @ Spread Group: 5 Fragen an Violeta Shamirian

02. Dezember 2021 in Unternehmen Verantwortung

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind für Violeta Shamirian zwei Seiten einer Medaille. Als Senior Product Owner managt sie nicht nur die Einführung neuer Projekte rund um die globale Produktion, sondern treibt dabei auch die Ressourcenschonung durch digitale Prozesse auf die Spitze: Ihr Ziel einer papierlosen Produktion hat sie bereits nahezu erreicht. Für ihre Wunschposition in der Spread Group ist Violeta im Jahr 2017 von Jerewan nach Leipzig gezogen. Mit im Gepäck hatte sie damals ihre sechsjährige Berufserfahrung als Product Owner in verschiedenen IT-Unternehmen sowie einen Master-Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen.

Spread Group: Wie definierst Du persönlich Nachhaltigkeit?

Violeta Shamirian: Nachhaltigkeit ist für mich eine Haltungsfrage. Wir sollten nicht den Anspruch haben, die Welt an einem Tag verändern zu wollen. Auch wenn es manchmal schwerfällt ‒ beim Klimawandel ist es weit nach zwölf ‒ so sollten wir doch die kleinen Fortschritte honorieren. Es liegt jetzt an uns zu handeln, unsere Ressourcen viel bewusster zu nutzen und auf das soziale Gleichgewicht in der Welt stärker zu achten. Ich sehe dazu die Wirtschaft und die Politik in besonderer Verantwortung, denn sie haben es in der Hand, die notwendigen ökonomischen bzw. gesellschaftlichen Anreize zu setzen.

Spread Group: Was motiviert Dich zu einem nachhaltigeren Lebensstil?

Violeta Shamirian: Mein Alltag. Es gibt einige Bereiche, in denen ich mich nachhaltig verhalte und einige, in denen das nicht der Fall ist: Meine Familie und viele Freunde leben in Armenien. Wenn ich sie besuchen will, buche ich mir natürlich einen Flug. Dafür versuche ich diese Emissionen auszugleichen, indem ich an anderen Stellen stärker auf die Umweltfreundlichkeit achte. Ich meide alles, was doppelt und dreifach verpackt ist. Also kaufe ich gern auf dem Wochenmarkt oder in Geschäften, in denen ich lose und unverpackte Waren kaufen kann. Wenn es geht, versuche ich auch biologisch abbaubares Katzenstreu zu kaufen und versuche nicht online zu bestellen, wenn ich es in Geschäften bekommen kann.

Was ich an Deutschland besonders liebe, ist das Recycling. Es ist großartig, dass es hier so eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung gefunden hat. In Armenien besitzen wir dafür noch nicht die Infrastruktur, aber ich hoffe, dass wir diese bald schaffen können.

Mir liegt auch die soziale Komponente der CSR am Herzen. Ich spende regelmäßig für verschiedene gute Zwecke, um Menschen in Not zu unterstützen. Auch habe ich mich schon als Project Developer bei der Organisation „Action India“ engagiert, die sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft einsetzt.

Spread Group: Welche Nachhaltigkeitsprojekte haben Dein Team und Du schon umgesetzt?

Violeta Shamirian: Als Mitarbeiterinnen in der wir an einem Punkt innerhalb der Wertschöpfungskette, an dem wir die Ressourcennutzung direkt beeinflussen können. Im Bereich Papier haben wir einen großen Sprung nach vorne gemacht, indem wir nur noch einen Aufkleber in der Produktion verwenden, statt wie früher durchschnittlich 3 Blatt Papier pro Auftrag. Jetzt verwenden wir Aufkleberbögen mit jeweils 30 Aufklebern. In Kombination mit unseren digitalen Prozessen können wir so 10 Aufträge mit nur einem Blatt Papier produzieren. Das restliche Papier, das wir für den Verwaltungsbedarf benötigen, beziehen wir aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Unsere Produktionsmitarbeiter*innen mussten sich an diese Veränderung erst gewöhnen. Die Verwendung von Papierbögen, die sie abhaken konnten, sobald ein Auftrag erledigt war, machte die Sache sehr leicht. Es war ein einfacher Prozess, aber nicht sehr nachhaltig. Durch die Umstellung von Papierblättern auf Barcode-Aufkleber ist der Prozess jetzt viel effizienter, sowohl in Bezug auf die Nachhaltigkeit als auch auf die betrieblichen Aspekte.

Spread Group: Welche konkreten Nachhaltigkeitsziele habt Ihr Euch gesetzt?

Violeta Shamirian: Um die derzeit noch benötigten Papiersticker vollständig zu ersetzen, muss die Funkfrequenz-Identifikation RFID eine gute und sehr nachhaltige Möglichkeit wäre. Aktuell prüfen wir, ob und wie wir dies umsetzen könnten. Ich hoffe, dass die Entscheidung auf diese technologische Lösung fallen wird.

Spread Group: Was empfiehlst Du allen Leserinnen, die sich gern weiter mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigen wollen?

Violeta Shamirian: Bleibt technologieoffen, zumindest so weit es geht. Ich bin der festen Überzeugung, dass in der Digitalisierung der Schlüssel für eine größere Nachhaltigkeit liegen wird. Und natürlich trägst Du so Deinen Teil mit Entscheidungen bei, die Du in Deinem Berufs- und Privatleben triffst.

Weiterführende Links
• Corporate Social Responsibility bei der Spread Group: www.spreadgroup.com/de/sustainability

KONTAKT

Silke Möller

Silke Möller

Corporate Communications Specialist